Insekten

Insekten im Garten

Insekten können im Garten, in der Landwirtschaft oder auch im Forst große wirtschaftliche Schäden verursachen. Im Hinblick auf die Bekämpfung muss man zwischen beißenden Insekten (Raupe, Made, Engerling Larve) und saugenden Insekten (Larven und Vollinsekten) unterscheiden. Durch die zahlreichen Unterschiede in der “Insektenfamilie” entstehen auch unterschiedliche Farßbilder an Pflanzen.

Entstehung

Wie ein Insekt an eine Pflanze kommt, kann ganz unterschiedliche Einflüsse haben. Von der Bildung im Erdboden aus der Erde bis hin zum Flug, kann so fast jede Pflanze betroffen sein.

Schadbild

Wenn Insekten an einer Pflanze ihr Unwesen treiben, erkennt man dies meist an den sogenannten Fraßbildern an Blatt oder Frucht, sowie an den kleinen Lebewesen selbst, die sich auf der Pflanze befinden.

Vorbeugung

Die Vorbeugung von Insekten als Schädling an der Pflanze ist meist recht schwer. Neben dem richtigen Standort der Pflanze, spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle.
Leimringe und Pheromonfallen können auch den ein oder anderen Schädling fernhalten.

Bekämpfung

Zur Bekämpfung von Insekten gibt es die sogenannten Insektiziden. Diese Mittel können auf einer biologischen oder chemischen Zusammensetzung basieren.
Während chemische Wirkstoffe meist Fraßgift beinhalten, sind biologische Mittel auf das Ersticken oder auflösen der Tiere ausgelegt. Natürlich muss auch gesagt werden, dass alle Insektiziden unter Verschluss und Beratung stehen.

Blattläuse

Blattläuse sind eine der Häufigsten Schädlinge an einer Pflanze. Nach dem die Eier an den Trieben überwintert haben, schlüpfen im Frühling die Blattläuse und besiedeln in großen Kolonien die Triebe und Blütenknospen. 

An besiedelten Pflanzenteilen kann es zur Verformung und Verkrüppelung der Blätter kommen, bevorzugt werden aber jedoch die Knospen. Außerdem produzieren Blattläuse klebrige Ausscheidungen (Honigtau), auf denen sich Rußtaupilze entwickeln. 

Ameisen melken die Blattläuse und somit kann es auch zu einer sehr starken Vermehrung in nur kurzer Zeit kommen. 

Wollläuse

Wie auch bei den Blattläusen überwintern die Eier an der Pflanze und zum Frühling entstehen große Kolonien an Wollläusen. Hier bilden sich in der Folge rasch mehrere Generationen und es kommt zu einer sehr schnellen Ausbreitung.

Wollläuse bilden sich meist auf der Unterseite der Blätter. Dies erkennt man an weißlichen, wachsartigen Fäden, unter denen sich die Kolonien verbergen. Auch hier kann die Folge eine Rußtaubildung sein. 

Bei stärkeren Befall rollen sich die Blätter am Blattrand nach unten hin ein und es kann bis zur Vertrocknen des Blatts führen.

Schildläuse

Nach der Überwinterung der Eier unter dem Schild des abgestorbenen Weibchens schlüpfen die Larven im April/Mai. Nach einer kurzen Wanderphase werden die Larven rasch sesshaft und beginnen mit dem Saugen an der Pflanze. Erst im Spätsommer/Herbst legen die Weibchen neue Eier zur Überwinterung unter den Schild, somit wird pro Jahr nur eine Generation ausgebildet.

Der Befall zeigt sich meistens an Trieben und Blättern, teils auch an Früchten. Auch hier wird bei vielen Arten Honigtau ausgeschieden und es kann zu einer Rußtaubildung führen.

Spinnmilben

Die Spinnmilben überwintern als Ei auf der Unterseite der Blätter. Nach dem Schlupf entwickelt sich das erste Larvenstadium, das vorwiegend die Blattunterseite besiedelt, die Nachfolgegenerationen hingegen leben überwiegend auf der Blattoberseite.

Durch die Saugtätigkeit zeigen sich die Symptome auf der Blattober-  und Unterseite. Bei trockener und warmer Witterung können sich bis zu acht Generationen in einem Jahr entwickeln.

An den Blättern bilden sich feine, weißliche bis gelbe Sprenkelungen. Die Tiere befallen vorwiegend junge Austriebe, aber auch an älteren Blättern kann es zu Saugschäden kommen. Die einzelnen Tiere bilden selten gut sichtbare Gespinste.

Weiße Fleige

Nach der Überwinterung der unscheinbaren Larven an den Blättern der Pflanze kommt es im Frühjahr zur Verpuppung. Die daraus schlüpfenden Mottenschildläuse besitzen auffällige, weiße Flügel, sind insgesamt jedoch relativ flugträge und leben und saugen auf der Blattunterseite.

Auf der Blattoberseite zeigen sich durch die Saugtätigkeit gelbliche Verfärbungen. Auf der Unterseite der Blätter sind ab dem Frühjahr die weißlich gefärbten erwachsenen Tiere in dicht sitzenden Ansammlungen anzutreffen.

Bekannt sind diese Insekten vor allem im Gewächshaus oder auch an Zimmerpflanzen. Neben einem Spritzmittel kann die weiße Fliege auch mit Gelbstickern/Gelbtafeln gefangen werden.

Dickmaulrüssler

Nach der Überwinterung als Larve im Boden treten kurz nach der Verpuppung (April) die erwachsenen Käfer etwa im Mai auf. Diese leben oberirdisch versteckt und betreiben einen Reifefraß an den Blättern der Pflanze.

Die Käfer verursachen einen Buchtenfraß an den Blatträndern. Häufig wird dabei der gesamte Blattrand geschädigt und wirkt unregelmäßig gezackt. 

Der Dickmaulrüssler selbst kann in der Dämmerung gefunden und angesammelt werden. Gegen die Larven im Boden werden Gießmittel angeboten. 

Raupen

Der Begriff “Raupe” ist eine sehr allgemeine Bezeichnung, da es sehr viele unterschiedliche Arten an Pflanzen gibt. Im großen und ganzen kann man sagen, dass Raupen alles Fresser sind. Sobald die Pflanze ein Blatt hat oder das Gemüse austreibt sind die gefräßigen Insekten nicht weit.

Das Schadsymtom der Raupe ist sehr leicht mit anderen Schaubildern auseinander zu halten.Während Käfer das Blattskelett stehen lassen, fressen Raupen große Löcher in das Blatt. Es kann auch vorkommen, dass nicht mehr viel von einem Blatt übrig bleibt. 

Gegen Raupen werden im Handel neben Nematoden auch unterschiedliche Spritz- und Gießmittel auf Biologischer und Chemischer Zusammensetzung angeboten. 

Buchsbaumzünsler

Dieser Schädling ist bereits in vielen Regionen von Deutschland verbreitet und ist wie der Name schon sagt, nur für Buchs gefährlich. Nach der Überwinterung als Larve im Inneren der Sträucher verlassen die Tiere im Frühjahr ihr Quartier und beginnen mit dem Blattfraß.

Die ersten Schadsymptome sind meist nicht sofort zu erkennen, da sich die Larven in der Regel im Inneren des Buchsbaums aufhalten. Von innen nach außen fressen sie sich bis zum totalen Kahlfraß. Die Sträucher können zudem so stark geschädigt werden, dass sie schließlich absterben bzw. entfernt werden müssen.

Mit Fallen können zur Vorbeugung die Falter eingefangen werden. Wenn das Schadbild bereits vorliegt hilft nur noch schnell sein und den Buchsbaum mit einem Spritzmittel behandeln.